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Insolvenz in Eigenverwaltung: Sanierung mit öffentlichen Mitteln und auf Kosten der Beschäftigten

Das Insolvenzgeschehen ist momentan völlig paradox. In einer der größten Wirtschaftskrise geht die Zahl der Pleiten kontinuierlich zurück. Aufgrund der staatlichen Unterstützung, mit dem Kurzarbeitergeld, Soforthilfen und besonderen Hilfsprogrammen halten sich noch viele Unternehmen über Wasser, obwohl sie überschuldet und zahlungsunfähig sind. Eine Insolvenzantragspflicht, die es noch bis zur Krise gab, wurde bis auf weiteres ausgesetzt und lässt auch die Unternehmen vor sich hin wurschteln, die eigentlich wegen ihres veralteten Betriebsmodells oder schlechter Zahlungsmoral schon längst vom Markt verschwunden wären.

Im vergangenen Jahr 2020 gab es rund 16.000 Unternehmensinsolvenzen, das war ein Rückgang gegenüber 2019 um etwa 16 Prozent und der niedrigste Stand seit 20 Jahren. In diesem Jahr hat sich ein Insolvenz-Stau gebildet.

Wann die große Pleitewelle kommt, ist derzeit ungewiss, dass sie kommt, ist sicher.

Für die Beschäftigten ist diese Situation fatal, unter dem Strich ist es für sie gleich schlecht, ob Kurzarbeiter-, Insolvenz- oder Arbeitslosengeld, immer fehlen 40 Prozent vom Einkommen und eine dauerhafte Beschäftigungsperspektive.

Da helfen auch die blumigen Verfahrensbegriffe der Insolvenz wie Verfahren in Eigenverwaltung oder Schutzschirmverfahren wenig, beide dienen dem geordneten Abbau von Arbeitsplätzen durch das Insolvenzverfahren. Insolvenz in Eigenverwaltung: Sanierung mit öffentlichen Mitteln und auf Kosten der Beschäftigten weiterlesen