Hiroshima und Nagasaki – der erste Frühling der Barbaren

Von Manfred Henle

„(Ein) Trottel, der die Tränen nicht halten und nachts nicht schlafen kann, wenn er an Hiroshima denkt.“  (F.J. Strauß, Bundesverteidigungsminister, 12. April 1957 )[1]

Vor dem Hintergrund der impulsiv geführten Debatte um Kriegstüchtigkeit und Siegfähigkeit der Bundeswehr wäre auch die Frage erneut aufzuwerfen, wie ein „Sieg“ nach einem nuklearen Waffeneinsatz überhaupt definiert werden kann. (FAZ, 24.03.2025, Die Bombe verstehen lernen)[2]

Vor 81 Jahren, am 6. August um 8:15 Uhr, und am 9. August 1945 um 11:02 Uhr, waren die USA unter Truman so frei, als erstes und bisher einziges Land mit den Atombombenabwürfen über die zivilen Ballungszentren Hiroshima und Nagasaki in die Menschheitsgeschichte einzugehen. Diese barbarische Entscheidung kostete in Hiroshima etwa 140.000 Menschen das Leben, in Nagasaki etwa 74.000 Menschen. (IPPNW, Broschüre 2025)[3] Wie viele Menschen an den Spät- und Langzeitfolgen dieser beiden Atombombenabwürfe bis heute dahinsiechen mussten, ist letztlich nicht bekannt.

Festzustehen scheint, dass zumindest bis 2015 „…auch 70 Jahre nach den Atombombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki immer noch Opfer von damals etwa an Krebs erkranken.“ (70 Jahre nach Hiroshima, 6.08.2015)[4]
Mit der Uran-235-Bombe „Little Boy“ über Hiroshima und der Plutonium-239-Bombe „Fat Man“ über Nagasaki haben die USA dem Blauen Planeten mitsamt der Menschheit darauf das Zeitalter der atomaren Massenvernichtungswaffe als Geschenk aufgetischt und unterbreitet – eben die Atombombe als die ultimative Waffe aller Waffen. Hiroshima und Nagasaki – der erste Frühling der Barbaren weiterlesen →

Vom Protest zum Widerstand – Gewerkschaftlicher Widerstand vernetzt sich in Kassel

Fast 60 Aktive aus Betrieben, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen beraten über gemeinsame Gegenwehr gegen Krieg, Militarisierung und Sozialkahlschlag – Koordinierungsrat gegründet

Pressemitteilung Kassel, 17. Oktober 2026. Fast 60 Aktive aus Betrieben, Gewerkschaften und gesellschaftlichen antimilitaristischen Initiativen kamen am 16. und 17. Oktober in Kassel zusammen, um über den Aufbau eines gemeinsamen Widerstands gegen Krieg, Militarisierung und Sozialkahlschlag zu beraten. Eingeladen hatten ´Sagt NEIN! – Gewerkschafter*innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden´, die Gewerkschaftslinke Hamburg und die Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG).

Zwei Tage lang standen nicht nur politische Analysen, sondern vor allem konkrete Erfahrungen aus Betrieben, Gewerkschaften und gesellschaftlichen Initiativen im Mittelpunkt. Wo wird bereits Widerstand geleistet? Welche Hindernisse stehen ihm entgegen? Und wie kann aus vereinzelten Initiativen eine gemeinsame Gegenmacht entstehen? Vom Protest zum Widerstand – Gewerkschaftlicher Widerstand vernetzt sich in Kassel weiterlesen →

Der Hafenarbeiterstreik 2026: Eine Kritische Einschätzung!

Mit Hintergrundinfos
Von GM (15.10.2026)

Ich freue mich über jede Bewegung, insbesondere antimilitaristische. Für den Hamburger Hafen sehe ich da leider wenig Aussicht auf eine breite Bewegung. Aus einer Tarifrunde mit ein paar Warnstreiks auf eine kämpferische oder gar antimilitaristische Haltung zu schließen, finde ich recht problematisch.

Wir sollten zu realitätsnahen Einschätzungen kommen, ohne das, was sich bewegt zu schmälern. Der Aufruf zum Aktionstag am 30.10.2026, den ich durchaus begrüße, wird leider von vergleichsweise wenigen Gewerkschaften getragen. Bei der HHLA ist das so gut wie kein Thema. Auch aus Aarhus habe ich dazu nichts gehört, obwohl es dort immer noch ein Bedürfnis nach Austausch gibt. Der Hafenarbeiterstreik 2026: Eine Kritische Einschätzung! weiterlesen →

Wohngeldkürzung als Nacht-und-Nebel-Aktion im Bundestag

Mehrere Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren bei den wohngeldberechtigten Menschen gekürzt, der Kreis der Bezieher um fast 400.000 Haushalte eingeschränkt werden.

Die Debatte zur Kürzung des Wohngelds im Bundestag wurde bewusst in die Tiefe der Freitagnacht des 9. Oktober 2026 gelegt und fand außerhalb der Öffentlichkeit statt. Nachts um halb eins besprach also der Bundestag vor ausgedünntem Plenum Kürzungen beim Wohngeld, die Millionen Haushalte in Deutschland treffen. Von den angestrebten Kürzungen sollen laut Wohnungsministerium alle bisherigen Empfänger betroffen sein. Rund ein Drittel der bisherigen Haushalte die Wohngeld beziehen (2024 waren es rund 1,24 Millionen Haushalte) erhalten künftig gar kein Wohngeld mehr.

Während Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erst Anfang Oktober im Bundestag erneut 140 Milliarden für seinen Wehretat eingefordert hatte, sollen beim Wohngeld bei Bund und Ländern im kommenden Jahr 1,5 Milliarden und im darauffolgenden Jahr rund zwei Milliarden Euro eingespart werden. Wohngeldkürzung als Nacht-und-Nebel-Aktion im Bundestag weiterlesen →

WIR GEHEN NICHT – Die Hamburger Schulstreik-Doku

Schulstreik gegen die Wehrpflicht

Video 34 Minuten

Anmerkung: D.W.
Das erste, was mir bei diesem erfreulichen und hoffnungsvoll machenden Video dieser 17 Jährigen – es könnten meine Enkel sein! – einfiel: So politisch schlau war ich damals beileibe nicht.
Und dann denke ich sofort an die Zukunft!:
Hoffentlich behalten diese jungen Menschen ihre politische Neugier und Praxis, ihr politisches Niveau weiterhin!
Hoffentlich breitet es sich aus an viele weitere Schulen!
Hoffentlich bleiben sie so selbstbewußt, sich von keiner unterstützenden Organisation funktionalisieren zu lassen.
Hoffentlich nehmen die sich organisierenden Gruppen aus der Autoindustrie und allen anderen von Schließung und Massenentlassungen bedrohten Branchen Kontakt mit den Schulstreik-AktivistInnen auf!
Viel Hoffnung, die Nahrung kriegt, weil es in die richtige Richtung geht: WIR GEHEN NICHT – Die Hamburger Schulstreik-Doku weiterlesen →

Vor 65 Jahren wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei über die zeitlich befristete Entsendung von Arbeitskräften geschlossen – Zeit für eine Bilanz

Am 30. Oktober 2026 jährt sich das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, das die zeitlich befristete Entsendung von Arbeitskräften nach Deutschland regelte, zum 65. Mal.

Zunächst durften nur unverheiratete türkische Männer für maximal zwei Jahre einreisen. Diese anfänglich strengen Regelungen des Anwerbeabkommens hob die Bundesregierung bald auf, auch weil 1971 etwa jede fünfte türkische Arbeitskraft in Deutschland eine Frau war. Die Verlängerung des Aufenthalts wurde nun möglich gemacht und viele Beschäftigte nutzen das Angebot und holten ihre Familien in die Bundesrepublik Deutschland.

Aufgrund der Wirtschaftskrise Anfang der 70er Jahre erließ die Bundesregierung 1973 einen Anwerbestopp. Bis zu diesem Zeitpunkt kamen etwa 870.000 Menschen aus der Türkei zur Beschäftigung in die Bundesrepublik.

Im Jahr 2025 stellte die türkische Community mit rund drei Millionen Menschen mit „türkischem Migrationshintergrund“ eine der größten Bevölkerungsgruppen in Deutschland dar, davon etwa 1,54 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit.

Im Folgenden wird der Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei vor 65 Jahren als Anlass genommen, die Zuwanderung von Menschen als Import von Arbeitskräften noch einmal zu thematisieren. Vor 65 Jahren wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei über die zeitlich befristete Entsendung von Arbeitskräften geschlossen – Zeit für eine Bilanz weiterlesen →

Ist das Emanzipation oder soll das weg?

Von Gisela Notz

Nach dem 1949 verabschiedeten Grundgesetz (GG) für die Bundesrepublik Deutschland sind Männer und Frauen gleichberechtigt. „Von allem die Hälfte“ oder „Halbe/Halbe“ forderten Frauenpolitikerinnen, Gleichstellungsbeauftragte und Frauenforscherinnen schon lange. Patriarchat und Kapitalismus wurden nicht in Frage gestellt. Dass es wenig nützt, die Hälfte vom verschimmelten Kuchen zu fordern, sondern der Umbau der Bäckerei notwendig wird, ist bei den bürgerlich-liberalen Feministinnen bis heute nicht angekommen. Das wird vor allem am Beispiel der Militarisierung deutlich. Ist das Emanzipation oder soll das weg? weiterlesen →

Manche sind gleicher

Ein Thema für Stimmungsmache. Die Bundesregierung hat einen Aktionsplan gegen Sozialbetrug vorgelegt. Der richtet sich gegen billige Arbeitskräfte aus dem Ausland

Von Suitbert Cechura

Die Bundesregierung hat einen Zehn-Punkte-Aktionsplan gegen den Missbrauch des Rechts auf Freizügigkeit verabschiedet, der sich vorwiegend gegen Migranten aus Bulgarien und Rumänien richtet. Dabei lässt einen schon das Wort Missbrauch aufhorchen, geht es doch offenbar nicht um Gesetzesverstöße, sondern darum, dass Gesetze nicht die Wirkungen zeigen, die die Politik von ihnen erwartet hat. Manche sind gleicher weiterlesen →

Der Ausnahmepolitiker Egon Bahr

Von Michael Silnizki

1. Egon Bahr – ein Prophet, der im eigenen Land nichts galt

In seiner mit Spannung erwarteten Rede im Waldai-Diskussionsklub erinnerte Putin am 1. Oktober 2026 an den SPD-Politiker, Vordenker und Architekten der Entspannungspolitik, Egon Bahr (1922-2015), den er als einen gebildeten, einsichtsvollen und intelligenten Mann bezeichnete und mit den Worten zitierte: „Wenn während der Wiedervereinigung Deutschlands keine entscheidenden Schritte unternommen werden, um die Spaltung Europas in feindliche Blöcke zu überwinden, könnten die Entwicklungen eine sehr ungünstige Wendung nehmen und die UdSSR zur internationalen Isolation verdammen.“

Bahr sprach diese Worte am 26. Juni 1990. Der Ausnahmepolitiker Egon Bahr weiterlesen →

Gesundheitsreform: Sparen bis es wehtut

Die Gesundheitsreform soll die Kassen entlasten. Doch was uns als Stabilisierungs-Maßnahme verkauft wird, könnte für Patient*innen böse Folgen haben: weniger Termine, weniger Hilfe und mehr Belastung.

Von Inge Hannemann

Wenn Gesundheitspolitik von Ausgabenbegrenzung, Beitragsstabilität und Effizienz spricht, klingt das nach Rechenschieber. Doch Versorgung findet nicht auf dem Papier statt, sondern in Wartezimmern, Telefonwarteschleifen und Praxen, die längst mehr auffangen, als politisch gern zugegeben wird.

Die Kritik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist deshalb mehr als berufspolitisches Klappern. Sie trifft den wunden Punkt der Reform: Praxen sollen mehr leisten, schneller vermitteln, Kliniken entlasten und Prävention ausbauen – während ihnen zugleich Geld, Zeit und Planungssicherheit entzogen werden. KBV-Chef Andreas Gassen bringt den Widerspruch auf den Punkt: „Es ist also realitätsfremd, bei der ambulanten Versorgung einsparen zu wollen.“ Genau darin liegt die Sprengkraft.

Wer die erste Anlaufstelle des Gesundheitssystems ausdünnt, spart nicht abstrakt bei Strukturen. Er spart an Terminen, Gesprächen und Behandlungen – also dort, wo Patient:innen das Gesundheitssystem ganz konkret erleben. Gesundheitsreform: Sparen bis es wehtut weiterlesen →

Vorschlag für ein gemeinsames Handeln gegen Aufrüstung, Krieg und Sozialkahlschlag

Von Tobias Weißert

Die von den Herrschenden beschworene Zeitenwende bringt unser Land in eine äußerst gefährliche Lage. Die deutsche Politik setzt wieder auf Aufrüstung, Krieg und Militarisierung der Gesellschaft. Die Hunderten dafür aufgewendeten Milliarden werden dem Lebensstandard der werktätigen Bevölkerung entzogen.

Der Rechtfertigung für die Opfer, die der Bevölkerung abverlangt werden, liegt die Behauptung zugrunde, dass Russland, geführt von dem angeblich neuen Hitler Putin, uns demnächst angreifen werde. Die Nato und die ganze EU würden von ihm bedroht.

Es ist eher umgekehrt. Vorschlag für ein gemeinsames Handeln gegen Aufrüstung, Krieg und Sozialkahlschlag weiterlesen →

Der Ernstfall im Ruhrgebiet – Die Stadt Dortmund bereitet sich auf den Fall einer militärischen Eskalation vor und scheint dennoch die Auswirkungen einer solchen nicht zu überblicken

Während die Fußballweltmeisterschaft in Nordamerika in den letzten Zügen steckt und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung bindet, setzt sich der Trend der Militarisierung in Deutschland fort.

Die Stadt Dortmund stellt Überlegungen darüber an, wie sie im Fall eines Krieges handlungsfähig bleiben kann, agiert dabei aber geradezu realitätsfremd. Es geht um Vorräte und Taschenlampen anstatt darum, ein Szenario zu verhindern, das gerade für das Ruhrgebiet dramatische Folgen hätte. Die Region ist noch immer geprägt von ihren bergbaulichen Altlasten und befindet sich damit in einer besonderen Situation, was Infrastruktur und Ökologie angeht.

Von Viktoria Waltz

In diesem von Kriegen geschüttelten Jahr findet die Fußballweltmeisterschaft auf drei Kontinenten statt: den „Drei Amerikas“, Kanada, den USA und Mexiko. Ein Ausdruck der „Einheit und Vielfalt der Nationen“? Oder ein Puzzle im neuen Hegemonialkonzept der USA: „Shield of the Americas“ (1)?

Noch nie haben so viele Nationen teilgenommen. Noch nie haben Nationen aus den ehemaligen Kolonien die Weltrangliste erklommen, haben die „Kleinen“ es den großen Fußballnationen so schwergemacht und es bis in die erste K.o.-Runde — manche auch weiter — geschafft. Deutschland musste sich Paraguay geschlagen geben und nach Hause fliegen. Ist das Endspiel der westlichen Vorherrschaft im Fußball angekommen? Noch hat Trump allerdings das Sagen, wie es scheint. „Rote Karten“ , „Rote Linien“ gibt es bei ihm nicht. Während weltweit die Menschen vor den Fernsehern das Fußballgeschehen gespannt verfolgen — eben auch in Deutschland —, wird von den Herrschenden, von den Fans fast unbemerkt, weiter an den Kriegsvorbereitungen gedreht. In Istanbul geben die NATO-Freunde — der Rest der Welt blieb ungefragt — schon einmal ein paar Milliarden für die Ukraine frei.

In Deutschland tut die CDU/SPD-Regierung ihr Bestes um die sozialen Errungenschaften aus der letzten Nachkriegsära zu plündern und das Geld für die gewünschte Aufrüstung durch Kürzungen und Änderungen bei den bisher gültigen Sozialleistungen zu beschaffen. Der Ernstfall im Ruhrgebiet – Die Stadt Dortmund bereitet sich auf den Fall einer militärischen Eskalation vor und scheint dennoch die Auswirkungen einer solchen nicht zu überblicken weiterlesen →

Update zur Petition Sagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden – Last Call: Vom Protest zum Widerstand! – Vernetzungskonferenz Kassel – 16./17. Oktober

09.10.2026

Noch freie Plätze bei der Vernetzungskonferenz „Gewerkschaftlicher Widerstand“ am 16./17. Oktober in Kassel!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Unterstützer*innen,

in einer Woche treffen sich in Kassel betriebliche und gewerkschaftliche Aktive, antimilitaristische Initiativen und solidarische Unterstützer*innen.

Unser Ziel:

  • Erfahrungen zusammenführen,
  • Widerstand organisieren,
  • konkrete Schritte gemeinsamer Gegenwehr verabreden.

Die Konferenz kommt zur rechten Zeit. Update zur Petition Sagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden – Last Call: Vom Protest zum Widerstand! – Vernetzungskonferenz Kassel – 16./17. Oktober weiterlesen →

Über die bellizistischen Verlautbarungen und Aktivitäten des Boris Pistorius (SPD) von Anfang 2023 bis Ende 2025

Boris Pistorius trat 1976 mit 16 Jahren in die SPD ein. Bis zum 8. Dezember 2017, als er Mitglied des SPD-Parteivorstands auf Bundesebene wurde, war er kaum jemandem bekannt. Das änderte sich sehr schnell.

Anfang des Jahres 2018 nahm Boris Pistorius an den Sondierungsgesprächen zwischen SPD und CDU zur Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung teil. Bei der Wahl zum SPD-Vorsitz 2019 kandidierte er als Duo mit Petra Köpping vergeblich für den SPD-Vorsitz.

Nach dem Rücktritt von Christine Lambrecht wurde Boris Pistorius am 19. Januar 2023 als Verteidigungsminister ernannt und vereidigt.

Für die Bundestagswahl 2025 war er schon als Kanzlerkandidat der SPD anstelle des amtierenden Bundeskanzlers Olaf Scholz im Gespräch. Er wusste, dass bei einem zu frühen Start an der Laufbahn, man schnell ausrutschen kann, deshalb gab er am 21. November 2024 in einer Videobotschaft bekannt, nicht als Kanzlerkandidat zur Verfügung zu stehen und sprach demonstrativ Olaf Scholz seine Unterstützung aus.

Während der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2025 nominierte die SPD am 5. Mai 2025 Boris Pistorius als Verteidigungsminister für das Kabinett Merz. Er wurde am 6. Mai 2025 ernannt und vereidigt und blieb als einziger Minister der Ampelkoalition im Amt.

Von Beginn seiner Amtszeit als Verteidigungsminister an kam Boris Pistorius in Umfragen bis heute auf hohe Beliebtheitswerte, die ihm die Bezeichnung „beliebtester Politiker Deutschlands“ einbrachten. Hier scheint es wirklich ein Kommunikationsproblem zwischen den Regierenden und dem Volk zu geben. Auf der einen Seite spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Kriegstreiber Pistorius als beliebtesten Politiker aus, während auf der anderen Seite die Mehrheit sich gegen Krieg und Aufrüstung klar positioniert.

Im Folgenden soll der an Boris Pistorius gerichtete Vorwurf, als Kriegtreiber zu agieren, anhand seiner bellizistischen Verlautbarungen und Aktivitäten von Anfang 2023 bis Ende 2025 untermauert werden. Über die bellizistischen Verlautbarungen und Aktivitäten des Boris Pistorius (SPD) von Anfang 2023 bis Ende 2025 weiterlesen →

Offener Brief

An den Vorstand der IG Metall, an die Verwaltungsstellen der IG Metall, an alle Betriebsratsgremien, an alle Vertrauenskörper von Volkswagen und an alle VW-Beschäftigten in Deutschland, Mexiko, Brasilien, USA, Spanien, China, Indien, Südafrika, Polen, Slowakei, Ungarn, Tschechien, Portugal und weitere Länder 

mit der Bitte um Diskussion dieser Vorschläge und um Zustimmung der Adressaten, insbesondere auch der VW-Belegschaften aller Standorte durch Beschlüsse auf Betriebsversammlungen sowie durch Beschlüsse der Vertrauenskörper in den Werken, der Vertrauensleutevollversammlungen und auf Vollversammlungen der Mitglieder.  Offener Brief weiterlesen →