US-Unternehmen geben bis zu 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr für die Bekämpfung gewerkschaftlicher Organisierung aus. Dabei spielen mittlerweile spezialisierte Anwaltskanzleien und Beratungsfirmen eine zentrale Rolle. In Deutschland zeigen sich ähnliche Strategien.
In den USA ließ sich im Jahr 2025 mit 463.000 zusätzlichen gewerkschaftlich vertretenen Beschäftigten der stärkste Zuwachs seit 16 Jahren verzeichnen. Insgesamt wurden damit rund 16,5 Millionen Arbeiter:innen von Gewerkschaften vertreten. Die Zahl der tatsächlichen Gewerkschaftsmitglieder lag 2024 bei 14,3 Millionen, beziehungsweise 9,9 Prozent der Beschäftigten.
Trotz des jüngsten Anstiegs befindet sich die gewerkschaftliche Organisierung in den USA langfristig im Rückgang: 1983 lag die Gewerkschaftsdichte noch bei rund 20 Prozent – was damals etwa 17,7 Millionen Beschäftigte waren. Als Mitursache für diese Entwicklung gelten unter anderem spezialisierte Kanzleien und Beratungsfirmen, die Unternehmen bei der Verhinderung gewerkschaftlicher Organisierung unterstützen.
Unternehmen versuchen mithilfe von Anwält:innen aktiv gegen bestehende Gewerkschaften, aber auch gegen sich neu gründende Organisationen vorzugehen. „Union Busting“: US-Unternehmen geben Milliarden im Kampf gegen Gewerkschaften aus weiterlesen




