Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zunächst zu einigen Veranstaltungen:
1. Veranstaltungen
1.1. Veranstaltung – Was passiert in Kuba? – am 14. April 2026
Nach dem Angriff auf Venezuela verhängt Trump die Ölblockade
Am 11. April 2026 wird es in Berlin eine Konferenz zur Solidarität mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas geben – mit anschließender Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an Aleida Guevara, stellvertretend für das kubanische Volk.
Das leidet nicht nur an der längsten Blockade der Welt, sondern auf Anordnung von Trump nach dem Überfall des US-Militärs in Venezuela auch an dem Abschneiden ihrer wichtigsten Energiequelle, dem Öl. Ohne Strom können alltägliche Basisfunktionen nicht mehr erfüllt werden: zu Hause in den Familien, in Schulen, Kliniken, bei der Produktion.
– am Dienstag, 14. April 2026
– um 18:00 Uhr
– im KLUB (Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 62)
– Referentin: Liz Oliva Fernández
– Veranstalter: ver.di-Arbeitskreis Frieden
Der ver.di-Einladungsflyer in der Anlage 1.
1.2. Ostermärsche
1.2.1. Hamburg – 4.000 auf dem Ostermarsch in Hamburg am 6.4.2026
Mit ca. 4.000 Teilnehmer/innen war die Beteiligung am Ostermarsch in Hamburg sehr gut. Auffallend viele junge Menschen waren dabei – lautstark und mit vielen Transparenten und Schildern. Unter vielen anderen hatten die Jugendorganisationen der DGB-Gewerkschaften und verschiedener politischer Organisationen zur Teilnahme am Ostermarsch aufgerufen. Die Vorbereitungen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht – Musterungsverpflichtung, Abmeldung bei Auslandsaufenthalten – tragen zur Mobilisierung der jüngeren Generation gegen Aufrüstung und Militarisierung bei.
Foto-Dokumentation vom Hamburger Ostermarsch:
https://c.gmx.net/@325582859534336436/q6_CFpWjfCR5_2vbn-ZrYA
Fotos: ver.di-Arbeitskreis Frieden
1.2.2. Unterlüß – 250 Menschen auf dem Ostermarsch in einem Dorf mit 3.400 Einwohnern
Gut 250 Menschen haben sich am Ostersamstag zum großen Ostermarsch 2026 in Unterlüß und vor Rheinmetall versammelt. Die Kundgebung fand unmittelbar vor dem Rheinmetall Verwaltungsgebäude statt: „Es sind nicht unsere Kriege – wir wollen Frieden“.
Die Pressemitteilung zu Unterlüß in der Anlage 2.
1.2.3. Berichte über die Ostermärsche im Norden – Presse und TV
NDR-TV
NDR Hamburg Journal: Rund 2.000 Menschen bei Ostermarsch in Hamburg
https://www.ardmediathek.de/video/hamburg-journal/rund-2-000-menschen-bei-ostermarsch-in-hamburg/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9iZDljYzhjYi1kYzYwLTQ0ODQtOTE0ZS02YjhhNDY0N2E2ODM
NDR – Schleswig-Holstein: In Schleswig-Holstein fanden am Sonnabend mehrere Ostermärsche statt. Hunderte Menschen demonstrierten – angestoßen wurden die Märsche von verschiedenen Friedensinitiativen.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/ostermaersche-2026-in-schleswig-holstein-termine-infos,ostermarsch26-100.html
NDR – Ostermärsche in Niedersachsen und Bremen
In Niedersachsen und Bremen haben am Samstag mehr als 2.000 Menschen demonstriert. Auch in Braunschweig und Göttingen gab es Proteste. Die Veranstaltungen standen 2026 unter dem Motto „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hunderte-kommen-zu-ostermaerschen-in-niedersachsen-und-bremen,ostermaersche-176.html
Hamburger Abendblatt: „Hamburger demonstrieren gegen Krieg und Aufrüstung“
Bericht im Hamburger Abendblatt in der Anlage 3.
1.3. Nächste Sitzung des ver.di-Arbeitskreises Frieden
– am Dienstag, 28. April 2026
– um 18:00
– im Gewerkschaftshaus, Ebene 9, Raum Altona
Besenbinderhof 60
2. Kriege der USA und Israels gegen Iran + Israel gegen Libanon
2.1. ‚Waffenstillstand‘ und Verhandlungen
Der SPIEGEL, 12.04.2026: Nach Scheitern der Friedensgespräche Israel versetzt Armee in erhöhte Gefechtsbereitschaft
Die Gespräche zwischen den USA und Iran sind gescheitert. Nun rechnet Israel Medienberichten zufolge mit einer »kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen«.
https://www.spiegel.de/ausland/gescheiterte-friedensgespraeche-mit-iran-israel-versetzt-armee-in-gefechtsbereitschaft-a-62de36c7-2bb5-46d2-8c03-bcf9e22639c1
Der SPIEGEL, 12.04.2026: Gescheiterte Friedensverhandlungen – US-Präsident Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an
Donald Trump reagiert auf die erfolglosen Gespräche mit Iran über ein Ende des Kriegs. Die US-Marine soll ab sofort Schiffe aufhalten, die das Regime in Teheran noch durch die Straße von Hormus kommen lässt.
https://www.spiegel.de/ausland/irankrieg-donald-trump-kuendigt-blockade-der-strasse-von-hormus-an-a-92151254-d2f8-44e7-951a-f7f93fba4e72
Telepolis, 10.04.2026: Iran-Gespräche in Pakistan: Diplomatie ohne Chance?
Iran und USA verhandeln erstmals direkt in Islamabad: Vier Akteure, kein gemeinsames Ziel, kein Vertrauen. Ein Gastbeitrag von Farah N. Jan, University of Pennsylvania
,,Am Samstag werden iranische und amerikanische Unterhändler in Islamabad zu den ersten direkten Gesprächen seit Kriegsbeginn am 28. Februar zusammenkommen. Das von Pakistan vermittelte Treffen ist ein erster Test dafür, ob der Waffenstillstand vom 7. April in etwas Dauerhafteres überführt werden kann. Die Hindernisse sind jedoch gewaltig. Sowohl die USA als auch der Iran haben den Sieg für sich reklamiert und darauf bestanden, dass die Gespräche zu ihren Bedingungen beginnen.“ Gleichzeitig setzt Israel die Bombardierungen des Libanon fort.
https://www.telepolis.de/article/Iran-Gespraeche-in-Pakistan-Diplomatie-ohne-Chance-11251730.html
Tagesschau, 12.04.2026: Tausende auf Anti-Kriegs-Demo in Tel Aviv
Tausende Menschen haben in Tel Aviv an einer Anti-Kriegs-Demonstration teilgenommen. Der Kundgebung ging eine Lockerung der Kriegsbeschränkungen in weiten Teilen Israels voraus. Die Demonstranten versammelten sich am Samstagabend auf dem zentralen Habima-Platz und reckten Transparente in die Höhe, auf denen zu einem Ende von Israels „ewigem Krieg“ aufgerufen wurde. Viele skandierten: „Mehr Leid im Libanon wird uns keine Sicherheit bringen.“
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-sonntag-108.html#Aviv
2.2. Stimmen aus der Region
Jordanien: Dieser Krieg ist nicht unser Krieg: Hasan Dajah, Professor für Strategische Studien an der Al-Hussein Bin Talal Universität, 10. März 2026
„Dieser Krieg ist nicht unser Krieg; es ist ein strategischer Krieg von großer Bedeutung, geführt von Washington mit direkter israelischer Planung. Ziel ist es, die Region im Sinne der absoluten westlichen Hegemonie umzugestalten, selbst wenn der Preis dafür ist, arabische Hauptstädte in Schauplätze der Zerstörung zu verwandeln und Rechnungen zu begleichen, an denen wir kein Interesse haben. (…) Was Senator Lindsey Graham kürzlich enthüllte, ist der Gipfel erschreckender Offenheit. Er bestätigte, dass es in Wahrheit nicht um die Verbreitung von „Demokratie“ oder den Schutz von Verbündeten geht, sondern vielmehr darum, die Golfstaaten als militärische Front und menschliches Kanonenfutter in eine direkte Konfrontation mit dem Iran zu verwickeln. (…) Die arabischen Hauptstädte müssen erkennen, bevor es zu spät ist, dass die „Illusion des Schutzes“ angesichts der Raketen und Drohnen völlig zerfallen ist. Sich von Israels Bestrebungen, die Region zu zerstören, mitreißen zu lassen und den amerikanischen Ambitionen nachzugeben, sich Energieressourcen anzueignen, um seine expansionistische Politik zu finanzieren, ist strategischer Selbstmord.“
https://jordantimes.com/opinion/hasan-dajah/this-war-is-not-ours-why-the-region-pays-price-for-american-israeli-ambitions
Ägypten: Unerwünschter Krieg – Al-Ahram, Wochenkommentar, 12. März 2026
Kairo unternimmt unterdessen enorme Anstrengungen, einen Ausweg aus diesem Krieg zu finden, der die arabischen Golfstaaten vor weiteren Bedrohungen und Gefahren bewahrt. Trotz all dieses Drucks verdienen die Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten Anerkennung für ihr Bewusstsein der Gefahr, direkt in einen Krieg verwickelt zu werden, zu dem sie weder konsultiert noch von ihrem US-Verbündeten denselben militärischen Schutz wie Israel erhalten haben. (…) Die einzige Partei, die ein Interesse an der Ausweitung und Fortsetzung des Krieges um jeden Preis hat, ist der israelische Ministerpräsident Netanjahu, unterstützt von Extremisten innerhalb der Trump-Administration, die Israel aus messianischen Gründen unterstützen und dessen Pläne zur regionalen Vorherrschaft befürworten; der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, ist ein Beispiel dafür. (…) Israels Entscheidung, seinen Angriff auf den Libanon auszuweiten, bei dem innerhalb einer Woche über 400 Menschen getötet wurden, und unter dem Vorwand einer „Pufferzone“ eine Bodeninvasion zur Besetzung libanesischen Territoriums zu beginnen, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Israel versucht, jede erdenkliche Ausrede zu nutzen, um die Region in einem permanenten Kriegszustand zu halten.
2.3. Berichterstattung in den ‚Leitmedien‘
Telepolis, 08.04.2026: Ukraine-Krieg und Iran-Krieg: Wie Medien mit zweierlei Maß berichten
Über Framing, Wortwahl und Doppelstandards: Warum der Ukraine-Krieg klar benannt wird – und der Angriff auf den Iran sprachlich verschwimmt.
https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Krieg-und-Iran-Krieg-Wie-Medien-mit-zweierlei-Mass-berichten-11248266.html
2.4. Protest gegen Deutschlands Unterstützung der USA im Krieg gegen den Iran
Wissenschaftler für den Frieden – Keine Unterstützung aus Deutschland für den Krieg gegen den Iran!
Science4Peace@DESY ist eine Gruppe von Menschen bei DESY, die sich für die friedliche und zivile Rolle der Wissenschaft einsetzen., Die Gruppe bildete sich nach der Ankündigung der DESY-Direktion am 17. Juni 2024, um eine Diskussion darüber zu beginnen, ob das Leitprinzip bei DESY(„Unsere Forschung verfolgt Ziele, die friedlich sind und der Zivilgesellschaft dienen.“) noch angemessen ist oder ob Forschung für militärische Zwecke erlaubt sein kann.
Die Hamburger Morgenpost am 28. Juni 2024:
https://science4peacedesy.de/ewExternalFiles/MoPo-Image-2024-06-28.pdf
Diese Ankündigung löste eine ausführliche Diskussion bei DESY aus.
Offener Brief an die EU zur Unterstützung der Haltung der spanischen Regierung, sich nicht an der militärischen Eskalation gegen den Iran zu beteiligen.
https://www.openpetition.eu/petition/online/open-letter-support-spains-stand-against-war-with-iran-dear-prime-minister-pedro-sanchez-dear
Selbst Italien . . .
ntv, 03.04.2026: US-Jets dürfen nicht landen – Meloni stößt Trump vor den Kopf
https://www.n-tv.de/politik/Meloni-stoesst-Trump-vor-den-Kopf-id30677584.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
3. Keine Stationierung von US‑Mittelstreckenwaffen in Deutschland
Petition:
Im Jahr 2024 vereinbarte – ohne jegliche parlamentarische oder gesellschaftliche Debatte – die deutsche mit der US-amerikanischen Regierung die Rückkehr von landgestützten US-Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden. Nach über 35 Jahren, in denen diese gefährlichen Waffen aus Europa verbannt waren, soll 2026 die Stationierung beginnen. Diese Entscheidung beendet die Ära der gegenseitigen Rüstungskontrolle zwischen den USA und Russland.
Wir fordern die Aufhebung der Stationierungsvereinbarung von US‑Mittelstreckenwaffen auf deutschem Staatsgebiet.
Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ ist ein Zusammenschluss von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie weiteren Partnern.
https://abstimmung21-mitmachen.de/proposals/332-keine-stationierung-von-us-mittelstreckenwaffen-in-deutschland
4. Rüstung – Rheinmetall
Berliner Zeitung, 10.04.2026: Geheimdokument enthüllt massive Bevorzugung von Rheinmetall bei Milliardendeal der Bundeswehr
Verschlusssache zeigt: Rheinmetall erhält zehnmal mehr Geld und mehr Zeit für Prototyp als Konkurrenten. Dabei flog die Drohne erst zweimal und gilt als „Powerpoint-Projekt“.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/exklusiv-verschlusssache-enthuellt-massive-bevorzugung-von-rheinmetall-bei-drohnen-milliardendeal-der-bundeswehr-li.10029748?utm_source=sharing&utm_medium=mobile&utm_campaign=article_default
5. ‚Festung Europa‘ – Seenotrettung
taz, 04.04.2026: Mitglieder von SPD, Grünen und Linken – 128 Abgeordnete formulieren „Osterappell zur Seenotrettung“
Allein in den ersten beiden Monaten 2026 sind 660 Todes- und Vermisstenfälle im Mittelmeer dokumentiert worden. Das Sterben an der EU-Außengrenze muss beendet werden. Die Bundesregierung muss sich mehr für die Rettung auf See einsetzen, fordern 128 Parlamentarier:innen, darunter mehr als 30 aus der SPD. Von der Unionsfraktion beteiligt sich niemand an dem Appell.
https://taz.de/Mitglieder-von-SPD-Gruenen-und-Linken/!6168511/
Soweit mal wieder und viele Grüße
Reinhard Schwandt
ver.di-Arbeitskreis Frieden, Hamburg
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1 – 2026-04-14 Flyer_Cuba-Veranstaltung.pdf
2 – 2026-04-05 PM nach Ostermarsch in Unterlüß.pdf
3 – 2026-04-07 Hbg. Abendblatt_Ostermarsch_Hamburger für Frieden.pdf
Quelle und weitere Infos: ver.di Arbeitskreis Frieden | Landesbezirk Hamburg