Der Kampf um eine zivil-ökologische Perspektive des VW-Werks Osnabrück – Paradebeispiel für die politische Ökonomie der Kriegsvorbereitung

Wie das VW-Werk Osnabrück zum Testfall der neuen deutschen Kriegsökonomie wird – und warum eine zivile Konversion möglich wäre.

„Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten.“ Albert Einstein

Von Andreas Buderus

Die Zukunft des Volkswagen-Werks in Osnabrück schien für viele Beobachter*innen bereits entschieden. Wenn die zivile Automobilproduktion ausläuft, so lautete die einfache Rechnung, werde die in Kriegszeiten boomende Rüstungsindustrie schon für neue Aufträge sorgen. Panzer statt Autos – und die Arbeitsplätze wären gerettet. Diese Hoffnung fand nicht nur in politischen Debatten und Medien ihren Widerhall, sondern auch bei vielen Betroffenen und Beteiligten selbst – metastatisierte bis tief hinein in Teile der zuständigen Gewerkschaft IG Metall und der betrieblichen Interessenvertretungen.

Inzwischen zeigt sich jedoch, dass diese Perspektive trügerisch gewesen sein könnte. Die viel diskutierte Option eines Einstiegs von Rheinmetall hat sich vorerst zerschlagen, selbst kleinere militärische Aufträge sind wieder vom Tisch. Ob das rasche Auf und Ab der Rüstungsoption Teil strategischer Manöver hinter den Kulissen war – zur Erhöhung des Drucks auf staatliche Subventionen zwecks ´Arbeitsplatzrettung´, Auftragsvergabe oder zur weiteren Preissenkung gegenüber Volkswagen – bleibt offen. Sicher ist nur: Am Ende dieses mörderischen Spiels könnte die Schließung des Werks stehen – und damit der Verlust von rund 2.300 Arbeitsplätzen. Damit stünde nicht nur die Zukunft der Beschäftigten selbst, sondern auch die Existenz ihrer Familien und tausender weiterer mit dem Werk verbundener Arbeitsplätze in Osnabrück und der Region auf dem Spiel. Zugleich zeigt sich eine weitere Folge der bisherigen Strategie: Wer seine Hoffnung ausschließlich auf mögliche Rüstungsaufträge setzt, gerät leicht in eine Situation politischen Stillhaltens – und verliert im Ernstfall die Fähigkeit zum kollektiven Handeln zur Verteidigung der eigenen Arbeitsplätze und zur Durchsetzung ziviler Alternativen zur Kriegsproduktion.

Was bleibt, sind grundsätzliche Fragen: Was bedeutet diese Entwicklung für die Arbeitsplätze und Existenzen der Beschäftigten? Und was sagt sie über Aufgaben, Handlungsmöglichkeiten und politische Verantwortung von Gewerkschaften und Betriebsräten, wenn industrielle Zukunft zunehmend in staatlich garantierten militärischen Produktionsketten gesucht wird?

Ein Auto-Werk im Spannungsfeld von Industriekrise und Aufrüstung

Die Zukunft des Volkswagen-Werks in Osnabrück steht auf der Kippe. Das Werk gilt innerhalb des Konzerns als Standort für Kleinserien und ist auf projektorientierte Produktion ausgerichtet. Mit dem schrittweisen Auslaufen der bisherigen Fahrzeugproduktion bis zum Spätsommer 2027 sind rund 2.300 Arbeitsplätze akut gefährdet. Das ist schon seit mehr als einem Jahr durch Konzernentscheid klar markiert.1 Bereits aktuell ist das Werk nur noch zu ca. 20% ausgelastet. Im paritätisch besetzten VW- Aufsichtsrat, der zuständigen Gewerkschaft IG-Metall 2 und den gesetzlichen Interessenvertretungen vom örtlichen Betriebsrat bis hinein in den Gesamtbetriebsrat, 3 in Politik und Medien 4 wird die Debatte um die Zukunft dennoch meist auf zwei scheinbar alternativlose Szenarien verengt: Werksschließung oder Rüstungsproduktion.5 Bis November 2025 galt eine Übernahme durch den Rüstungskonzern Rheinmetall als realistische Option. Die scheint aktuell vom Tisch zu sein. 6 Der VW-Konzern kündigt den verstärkten Wiedereinstieg in Rüstungsproduktion an und der Vorstandsvorsitzende spricht von „endgültigen Entscheidungen bis Ende des Jahres“ 2026 7– wie immer die dann aussehen werden.

Doch die hier geführte Auseinandersetzung reicht weiter als die Zukunft eines einzelnen Industriebetriebs.

Sie berührt grundlegende Fragen gesellschaftlicher und industrieller Entwicklung in Deutschland: Welche Rolle soll die Rüstungsproduktion künftig in der Wirtschaft spielen? Welche Alternativen gibt es für eine sozial-ökologische Transformation der Industrie? Und welche Verantwortung tragen Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen in einem Konflikt, der Arbeitsplätze, industrielle Perspektiven und gesellschaftliche Prioritäten zugleich betrifft?

Was sich in Osnabrück abzeichnet, verweist auf eine tiefere Verschiebung der deutschen Wirtschafts- und Industriepolitik. Während Bundesregierung und Europäische Union unter dem Mantra der ´Herstellung von Kriegsfähigkeit´ eine massive Aufrüstungswelle in Gang gesetzt haben und die Umstellung auf Kriegswirtschaft betreiben, 8 richten sich mehr und mehr Unternehmen und auch große – bisher zivile – Industriekonzerne zunehmend auf die neuen staatlichen Märkte der Rüstungsproduktion und Kriegsvorbereitung aus. Der Übergang von ziviler Produktion zu militärischen Anwendungen vollzieht sich dabei selten so spektakulär wie bei den Drohenstartups Stark Defence und Helsing. 9 Er beginnt meist unscheinbar – mit Unternehmensbeteiligungen, dann einzelnen Fahrzeugprototypen und technischen Komponenten, die zunächst nur am Rand militärischer Systeme stehen. 10

Genau in diesem Bereich bewegen sich auch die Projekte, die seit 2025 parallel zur öffentlich ausgetragenen ´Panzer statt PKW – Öffis statt Panzer – Debatte`11 im Osnabrücker Werk „unter großer Geheimhaltung“ (Böses dem, der Böses dabei denkt…) entwickelt wurden – mit aktiver Unterstützung von örtlicher IG Metall und Betriebsrat: „Wir gucken, wie wir uns selbst helfen können.“ 12:

  • Ein militärischer Pick-up (MV1) mit ´modularer Missionsplattform´, auf der sich unterschiedliche Module montieren – etwa für Logistik, Truppentransport, Verwundetentransport oder Drohneneinsätze 13 und
  • ein Militärtransporter (MV2), der je nach Einsatz unterschiedlich ausgebaut werden.

Beide Military-Vehicles auf Basis vorhandener Fahrzeugplattformen. 14 Der Übergang von ziviler Produktion zu militärischen Anwendungen vollzieht sich nicht spektakulär, sondern schleichend. Pick-Ups der Bauart wie der MV1 sind seit Jahrzehnten weltweit in vielen Konflikten und Kriegen als sogenannten ´technicals´ eine der tödlichsten Waffen. Auf deren Ladeflächen können – je nach bedarf –  Maschinengewehre, Granatwerfer oder Flugabwehr- und neuerdings Drohenenabwehrkanonen montiert werden. Seit dem sogenannten ´Toyota-Krieg´ zwischen Lybien und dem Tschad 1987 15 gehören solche Fahrzeuge zum festen Inventar moderner Kriegsführung: schnell, geländegängig, leicht und bedarfsgerecht umzurüsten und zu reparieren und überall verfügbar. 16

Wendige, mittelgroße Transporter wie der MV2 erfüllen andere Funktionen. Sie bewegen wahlweise Soldaten, Material und Nachschub; dienen wahlweise als mobile Führungs- und Leitstellen, medizinische Versorgungsfahrzeuge oder logistische Einheiten – jene unscheinbare Logistik, ohne die kein militärischer Einsatz funktionieren kann.

So unterschiedlich diese beiden ursprünglich zivilen und auf den ersten Blick unscheinbar erscheinenden Dual-Use-Fahrzeugtypen sind, gehören sie doch zur selben Infrastruktur des Krieges. Moderne Armeen bestehen nicht nur aus Panzern, Kampfflugzeugen, Drohnen oder Raketen. Sie beruhen ebenso auf einer industriellen Basis von Transport, schneller Bewegung und Versorgung, zunehmend auch Modularität und KI-Steuerung. Ein Trend, der durch den zunehmenden Verlust der militärischen Bedeutung von großen Panzern infolge des Aufkommens von Drohnen beschleunigt wird. 17

Die Frage, die sich in Osnabrück stellt, lautet deshalb nicht einfach, ob (weiter) produziert wird.

Sie lautet: Was wird produziert – und in wessen Interesse?

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück ist damit mehr als ein regionaler Strukturkonflikt. Er markiert einen Punkt, an dem sich entscheidet, in welche Richtung sich die gesellschaftliche und industrielle Entwicklung in Deutschland bewegt – in Richtung einer neuen militärischen Ökonomie bis hin zur Kriegswirtschaft oder in Richtung eines sozial-ökologischen Umbaus der Industrie.

Wolfsburg – Ursprung in der Kriegswirtschaft

Der industrielle Aufstieg des Volkswagenkonzerns beginnt nicht – wie gerne kolportiert und entsprechend weit verbreitet vermutet – mit ziviler Massenmobilität, sondern mit einem politischen Projekt des deutschen Faschismus im Rahmen der Kriegsvorbereitung für den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion.

Als Ende der 1930er Jahre östlich von Fallersleben am Mittellandkanal (heute Wolfsburg) das erste Volkswagenwerk errichtet wird – mit Geld aus Immobilienverkäufen des Vermögens der durch die Nazis zerschlagenen freien Gewerkschaften (!!), ist Ferdinand Porsche einer der zentralen Konstrukteure des Vorhabens – ein Ingenieur mit engen Beziehungen zur Führung des NS-Staates – Adolf Hitlers persönlicher ´Lieblings-Ingenieur´. 18 Das versprochene ´Auto für das Volk´ dient zunächst vor allem der Kraft-durch-Freude-Propaganda. Noch bevor aber ein ziviler Volkswagen in größerer Zahl gebaut wird, stellt das Werk seine Produktion auf militärische Bedürfnisse um 19

Während des Zweiten Weltkriegs entstehen in Wolfsburg vor allem Militärfahrzeuge für Wehrmacht und SS – darunter der Kübelwagen und der Schwimmwagen. Produziert wird unter Bedingungen, die für die deutsche Kriegswirtschaft typisch sind: mit tausenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie KZ-Häftlingen, die als Arbeitssklaven in Fabriken und Lagern rund um das Werk eingesetzt werden. 20

Die industrielle Grundlage des späteren Konzerns entsteht damit in enger Verzahnung mit der Kriegsökonomie des ´Dritten Reiches´ und persönlicher Kumpanei mit den Hauptkriegsverbrechern des deutschen Faschismus.

Nach 1945 wird Volkswagen zum Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders. Der Käfer rollt millionenfach über die Straßen, das Unternehmen wächst zu einem der größten Automobilkonzerne der Welt. Die Geschichte des Werks in Wolfsburg scheint damit zunächst in eine andere Richtung zu weisen – weg von der Kriegsproduktion, hin zur zivilen Massenmobilität.

Doch historische Brüche sind in der Industrie selten so vollständig, wie sie im Rückblick erscheinen.

Bis heute liegt ein erheblicher Teil der Kontrolle über den Konzern bei den Familien Porsche und Piëch – jenen Unternehmerdynastien, deren wirtschaftlicher Aufstieg bereits eng mit der deutschen Kriegswirtschaft des 20. Jahrhunderts verbunden war. Strategische Entscheidungen eines globalen Industriekonzerns bleiben damit in den Händen einer kleinen Eigentümergruppe.

Die Rückkehr militärischer Produktionsperspektiven in der deutschen Industrie und insbesondere die schlechte Tradition von Rüstungsproduktion und Rüstungsexport bei VW 21 fallen nicht in ein historisches Vakuum. Sie knüpfen an eine Geschichte an, in der industrielle Kapazitäten immer wieder zwischen ziviler Produktion und militärischer Nutzung verschoben wurden. 22

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück macht sichtbar, wie leicht diese Geschichte heute wieder an den Rand gedrängt wird – oft unter dem Deckmantel der ´Sicherung von Arbeitsplätzen´ und ´industrieller Wettbewerbsfähigkeit´.

Die politische Ökonomie der Kriegsvorbereitung

Was sich im VW-Werk Osnabrück abzeichnet, ist kein isoliertes Unternehmensprojekt. Es ist Teil einer größeren Verschiebung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Prioritäten in Deutschland, Europa und weltweit.

Spätestens seit der Ausrufung der Scholz´schen ´Zeitenwende´ im Frühjahr 2022 wird der Ausbau militärischer Produktionskapazitäten offen als industriepolitisches Ziel formuliert. Mit Strategien zur Stärkung der ´Sicherheits- und Verteidigungsindustrie´ definieren die deutsche Bundesregierung (Nationale Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie) 23 und EU (ReArm Europe) 24 militärische Produktionsfähigkeit ausdrücklich als Bestandteil wirtschaftlicher und technologischer Souveränität und Staatsaufgabe – kurz: eine politische Ökonomie der Kriegsvorbereitung. 25 Rüstungsprogramme, gemeinsame europäische Beschaffungsprojekte und langfristige Militärbudgets schaffen damit einen Markt, der politisch garantiert ist und absolut überwiegend durch staatliche Verschuldung finanziert wird.

Für große Industriekonzerne entsteht so ein Geschäftsfeld, das sich deutlich von zivilen Märkten unterscheidet. Während dort Nachfrage, Wettbewerb, Konkurrenz und Konjunktur über Absatz entscheiden, wird militärische Produktion in erheblichem Umfang durch staatliche Mittel abgesichert. Aufrüstung wird so zu einem staatlich garantierten und grenzenlos kreditgesicherten Instrument wirtschaftlicher Stabilisierung.

Gerade in Phasen industrieller Umbrüche und der fortschreitenden globalen Kapitalverwertungskrise gewinnt diese Logik an Bedeutung. Wenn traditionelle Geschäftsmodelle unter Druck geraten – wie derzeit in der europäischen Automobilindustrie –, erscheinen militärische Märkte als verlässliche Alternative. Technologische Kompetenzen aus Fahrzeugbau, Maschinenbau oder Elektronik lassen sich relativ leicht in militärische Anwendungen übertragen; insbesondere dann, wenn der Absatz gesichert ist, und erforderliche Investitionen zum Neubau oder zur Umrüstung von Werken vorab bezahlt werden, und damit das angeblich so strukturbildende Element der Übernahme des Unternehmensrisikos faktisch vollständig und staatlich garantiert beseitigt ist. 26

Diese Entwicklung verändert nicht nur einzelne Unternehmen. Sie verschiebt auch die Prioritäten staatlicher Wirtschaftspolitik. Mittel, die ebenso in den sozial-ökologischen Umbau von Infrastruktur, Energieversorgung oder Mobilität fließen könnten – und angesichts von Erdüberlastung und der Überschreitung des ersten klimatischen Kippunktens 27 auch müssten, werden in wachsendem Umfang für militärische Programme und Kriegsvorbereitung gebunden – unbegrenzt, ´whatever it takes´. 28

Die so betriebene ´Konversion Pervers´ 29, die wirtschaftliche Stabilisierung über Aufrüstung – oft verharmlosend beschrieben als ´Rüstungskeynesianismus´ 30 – hat damit einen doppelten Effekt. Sie schafft staatlich garantierte neue Absatzmärkte für Unternehmen, während gleichzeitig gesellschaftliche Ressourcen in volkswirtschaftlich suboptimale militärische Produktionsstrukturen gelenkt werden: „Der sogenannte Fiskalmultiplikator, der misst, wie stark zusätzliche Staats­ausgaben das Bruttoinlandsprodukt erhöhen, liegt bei Militärausgaben in Deutschland bei maximal 0,5. Das bedeutet: Ein ausgegebener Euro führt im besten Fall zu 50 Cent zusätzlicher wirtschaft­licher Aktivität. Deutlich höhere Multiplikatoren erreichen hingegen öffentliche Investitionen in Bildung, Infrastruktur oder Kinderbetreuung, die laut der Studie das Zwei- bis Dreifache an zusätzlicher Wertschöpfung erzeugen. ´Aus ökonomischer Sicht´, so schlussfolgert Krebs, ´ist die geplante Militarisierung der deutschen Wirtschaft eine risikoreiche Wette mit niedriger gesamtwirtschaft­licher Rendite.´

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück zeigt, wie konkret diese abstrakte Entwicklung werden kann.

Denn wenn zivile Industrien in militärische Produktionsketten integriert werden, entscheidet sich nicht nur die Zukunft einzelner Werke. Es entscheidet sich auch, in welche Richtung sich gesellschaftliche und industrielle Entwicklung insgesamt bewegt. 31

Warum Rüstungsproduktion plötzlich vielen als ´Rettung´ erscheint

In den Debatten über die Zukunft des VW-Werks Osnabrück taucht immer wieder ein Satz auf, der zunächst nüchtern und pragmatisch klingt: ´Hauptsache Arbeit´.

Was produziert wird, scheint zweitrangig, solange die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Diese Haltung ist weder überraschend noch moralisch zu verurteilen. Sie entsteht aus einer materiellen Situation, in der viele Beschäftigte längst tief in die ökonomischen Abhängigkeiten der modernen Konsumgesellschaft eingebunden sind. Hypotheken für Häuser oder Wohnungen, Kredite für Autos, laufende Konsumausgaben und familiäre Verpflichtungen schaffen Bindungen und Zwänge, die weit über den Arbeitsplatz hinausreichen.

Der Verlust des Einkommens bedeutet unter solchen Bedingungen nicht nur den Verlust eines Arbeitsplatzes. Er bedroht das gesamte Gefüge des eigenen Lebens.

So entsteht eine reale Erpressungssituation.

Wer in solche Verpflichtungen eingebunden ist, kann wirtschaftliche Brüche kaum riskieren. In dieser Lage erscheint jede Perspektive, die Beschäftigung verspricht, zunächst als Rettung – selbst dann, wenn sie mit militärischer Produktion verbunden ist.

Solange Kriege weit entfernt erscheinen, solange die eigenen Kinder nicht eingezogen werden und (noch) keine Leichensäcke in erhebliche Menge aus den Kriegen dieser Welt zurückkehren, bleibt die Produktion militärischer Güter für viele Beschäftigte eine abstrakte Frage. In solchen Momenten überwiegt die unmittelbare Sorge um die eigene Existenz.

Genau auf dieser Grundlage stabilisiert sich die politische Ökonomie der Kriegsvorbereitung. Wirtschaftliche Unsicherheit erleichtert es in Krisenzeiten militärische Produktion als ´pragmatische Lösung´, als Rettungsanker für den nationalen und lokalen ´Wirtschaftsstandort´ und die eigene Existenz darzustellen.

Doch dieser nachvollziehbare erste Impuls darf nicht mit einer politischen Perspektive verwechselt werden. Die reale materielle Erpressbarkeit von Beschäftigten erklärt bestimmte Haltungen – sie rechtfertigt sie nicht als gesellschaftliche Leitlinie.

Denn wenn militärische Produktion zur scheinbaren Rettung von Arbeitsplätzen wird, gerät eine andere Möglichkeit aus dem Blick: die Frage, welche Formen von Produktion gesellschaftlich notwendig wären.

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück macht genau diese verdrängte Frage sichtbar. 32

Die verdrängte Alternative – zivil-ökologische Transformation

So intensiv derzeit über militärische Perspektiven für das VW-Werk Osnabrück diskutiert wird, so auffällig ist die dadurch nur schlecht verdeckte Leerstelle: Die systematische Prüfung ziviler Alternativen findet kaum statt. Diejenigen, die das gegen den Mainstream trotzdem tun, 33  werden im besten Fall als ´Träumer´, im schlimmeren als ´Spinner, ohne jede Erfahrung und Rückhalt in irgendeinem Betrieb und irgendeiner Gewerkschaft´ erst markiert und dann ausgegrenzt; häufig besonders übel und heftig von beteiligten Gewerkschaftsfunktionär*innen und Betriebsräten.

Dabei verfügt das Werk in Osnabrück über Voraussetzungen, die für eine solche Perspektive entscheidend wären. Mehr als 400 Kolleg*innen arbeiten in der viel gepriesenen Entwicklungsabteilung – in Konstruktion, Fahrzeugentwicklung und technischer Integration. Dieses Wissen bestimmt, welche Produkte entstehen können – und welche nicht. Dieses Wissen ist das eigentliche industrielle Kapital des Werks, sein Alleinstellungsmerkmal und Basis für den konzernweiten Spezial-Standort für Kleinserien und projektorientierte Produktion.

Doch während über militärische Fahrzeugprojekte, mögliche Kooperationen mit Rüstungskonzernen und staatliche Beschaffungsprogramme gesprochen wird, und die Ressourcen der Entwicklungsabteilung und Produktion in die ´heimliche´ Entwicklung der MV1 und MV2 gesteckt werden, kommt niemand von den Entscheidern und Interessenvertreter*innen auf die naheliegende Frage: Was ließe sich mit all den hier eingesetzten Fähigkeiten und Fertigkeiten und Ressourcen an zivilen Produkten entwickeln? Zivile Produkte für eine nachhaltige zivile sozialökologische Transformation der Gesellschaft.

Gerade hier liegt das verdrängte Potential des Werks.

Die Kompetenzen eines solchen Entwicklungsstandortes könnten ebenso gut in Projekte fließen, die gesellschaftlich dringend gebraucht werden: Fahrzeuge für kommunale Mobilität, emissionsfreie Transportlösungen für öffentliche Dienste oder technische Infrastruktur für Energiewende und Katastrophenschutz. Der Bedarf an solchen Produkten ist real – in Städten und Gemeinden ebenso wie in ländlichen Regionen. 34

Dass solche Perspektiven kaum ernsthaft geprüft werden, liegt nicht an fehlenden technischen Möglichkeiten oder Fachkräftemangel. Es liegt daran, dass industrielle Entwicklung zunehmend ausschließlich entlang möglichst sicher garantierter Profitmöglichkeiten organisiert wird. 35

Militärische Programme erscheinen in dieser Logik besonders attraktiv. Ihre Nachfrage wird politisch abgesichert, ihre Finanzierung erfolgt aus öffentlichen Haushalten, ihre Absatzmärkte sind in Zeiten global zunehmender kriegerischer Konfrontation langfristig garantiert. In Zeiten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Unsicherheit wirken solche Programme daher wie ein verlässliches Geschäftsmodell.

Die Alternative – eine gezielte Umstellung industrieller Kapazitäten auf gesellschaftlich notwendige zivile Produktion – erfordert dagegen politische Entscheidungen und langfristige Planung.

Genau darin liegt der Kern der Idee ziviler sozial-ökologischer Konversion und Transformation.

Konversion bedeutet nicht Werksschließung und auch nicht den Verlust industrieller Fähigkeiten. Sie bedeutet die bewusste Umstellung vorhandener Produktions- und Entwicklungskapazitäten auf zivile Produkte, die gesellschaftlich gebraucht werden.

Gerade ein Werk wie Osnabrück könnte zu einem Ort werden, an dem eine solche Perspektive erprobt wird.

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück zeigt deshalb nicht nur die Gefahr einer neuen militarisierten Wirtschafts- und Industriepolitik. Er zeigt zugleich, dass eine andere industrielle Zukunft denkbar wäre.

Die Machtfrage – Eigentum, Staat und Gewerkschaften

Die Zukunft des VW-Werks Osnabrück entscheidet sich nicht allein in den Werkhallen. Sie entscheidet sich dort, wo über Investitionen, Produktlinien und strategische Ausrichtungen eines globalen Industriekonzerns verfügt wird: in Eigentümerstrukturen, Vorstandsetagen, Aktionärsversammlungen und Aufsichtsräten.

Volkswagen gehört zu den größten Automobilkonzernen der Welt. Seine strategische Orientierung wird maßgeblich von den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch bestimmt, die über ihre Holding weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte kontrollieren. Entscheidungen über neue Produktionslinien folgen deshalb in erster Linie den Interessen von Rendite, Marktposition und langfristiger Vermögenssicherung.

Von dieser Seite ist kaum eine Initiative für eine zivile Neuorientierung zu erwarten.

Auch der Staat tritt in dieser Frage nicht als neutraler Akteur auf. Das Land Niedersachsen besitzt über seine 20,2%ige Beteiligung – die sogenannte ´goldene Aktie´- einen erheblichen Einfluss im Volkswagenkonzern, der entsprechend regelmäßig von der Kapitalseite infrage gestellt und angegriffen wird. 36 Politisch wird dieser Einfluss jedoch bislang nicht genutzt, um eine zivile industriepolitische Perspektive einzufordern. Stattdessen präsentiert sich die SPD geführte Landesregierung zunehmend fordernd selbst als Partner einer militarisierten Wirtschaftspolitik und expandierenden Rüstungsindustrie. 37

Unter solchen Bedingungen ist offensichtlich, dass einzelne Beschäftigte die strategische Ausrichtung des VW-Konzerns nicht aus eigener Kraft verändern können. Die wirtschaftlichen und politischen Kräfteverhältnisse übersteigen die Handlungsmöglichkeiten auch einzelner Belegschaften bei weitem.

Doch daraus folgt nicht, dass es keine Gegenmacht gäbe. 38

Gerade in einem Unternehmen wie Volkswagen verfügen Gewerkschaft und Betriebsräte über Instrumente, die in vielen anderen Branchen kaum existieren. Die paritätische Mitbestimmung im Aufsichtsrat gibt Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertretern direkten Einfluss auf strategische Unternehmensentscheidungen. Gleichzeitig besitzen Betriebsräte bei Betriebsänderungen oder Produktionsumstellungen weitreichende Mitbestimmungsrechte.

Genau für diese kollektiven Handlungsmöglichkeiten organisieren sich Beschäftigte in Gewerkschaften und wählen Betriebsräte als ihre gesetzlichen Interessenvertreter.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob die erforderlichen Instrumente und Machtmittel für einen Perspektivwechsel hin zu sozial-ökologischer Transformation statt ´Konversion pervers´ existieren. Die entscheidende Frage lautet, ob sie genutzt werden.

Wenn militärische Produktionsperspektiven als scheinbar alternativlose Lösung akzeptiert werden, ohne gleichzeitig (mindestens) zivile Alternativen ernsthaft einzufordern, verschiebt sich der Rahmen der Debatte. Dann bewegt sich die Auseinandersetzung nur noch innerhalb der Logik der Aufrüstun. 39

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück ist deshalb letztlich eine Machtfrage.

Zivile sozial-ökologische Konversion statt Waffenschmiede

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück ist mehr als eine Auseinandersetzung über die Zukunft eines einzelnen Industriebetriebs. Er steht exemplarisch für eine Richtung, in die sich Gesellschaft, Wirtschaft und Politik derzeit bewegen.

Militärische Produktion wird wieder als wirtschaftliche Perspektive präsentiert. Aufrüstung gilt als industriepolitisches Instrument, mit dem sich technologische Entwicklung, staatliche Nachfrage und Arbeitsplätze verbinden lassen. In einer Zeit ökonomischer Unsicherheit erscheint diese Logik vielen als pragmatische Lösung.

Die Illusion der Rettung durch Aufrüstung

Doch schon die jüngsten Entwicklungen in Osnabrück zeigen, wie trügerisch diese Hoffnung ist. Die viel beschworene Perspektive eines Einstiegs von Rheinmetall hat sich innerhalb kurzer Zeit als Illusion erwiesen. Eine Übernahme des Werks ist vom Tisch, selbst kleinere Aufträge für militärische Komponenten wurden inzwischen wieder zurückgezogen.

Damit zeigt sich ein grundlegendes Problem der politischen Ökonomie der Kriegsvorbereitung. Wer seine industrielle Zukunft einseitig an militärische Aufträge bindet, macht sich abhängig von Entscheidungen, die Beschäftigte selbst weder kontrollieren noch beeinflussen können – von Beschaffungsprogrammen der Bundeswehr, von strategischen Kalkülen großer Rüstungskonzerne und von geopolitischen Entwicklungen, die jederzeit eine andere Richtung nehmen können.

Gerade diese Ernüchterung müsste ein Weckruf sein. Ein Weckruf für IG Metall und Betriebsrat, sich wieder der ureigensten eigenen Ziele und Aufgaben zu erinnern. Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen existieren nicht, um die strategischen Entscheidungen von Konzernen und Regierungen nachzuvollziehen. Ihre Aufgabe besteht darin, die kollektiven Interessen der Beschäftigten zu vertreten – und damit auch die Frage zu stellen, was produziert wird und wofür; genau so, wie es in Artikel 9, Absatz 3 des Grundgesetzes steht: „Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig.“

Krieg war noch nie im Interesse derer, die auf den Schlachtfeldern verheizt werden, der Arbeiterinnen und Arbeiter, der Ausgebeuteten und Unterdrückten.

Wenn industrielle Kapazitäten zunehmend in militärische Produktionsketten integriert werden, verschiebt sich die gesellschaftliche Prioritätensetzung. Ressourcen, technisches Wissen, menschliche Kreativität, Fähigkeiten und Fertigkeiten und öffentliche Mittel fließen in Strukturen, deren Zweck letztlich militärische Machtprojektion, imperialistische Durchsetzung und Tod und Zerstörung ist – während zugleich der überlebensnotwendige sozial-ökologische Umbau von Infrastruktur, Energieversorgung und Mobilität aufgeschoben wird. Das alles in einer Zeit, in der jeder Aufschub einen weiteren Schritt zum ökologischen und klimatischen Abgrund bedeutet und die atomare Eskalation des globalen Kriegs zunehmend real ist. 40

Diese Entwicklung steht in einem historischen Spannungsverhältnis zum politischen Grundkonsens der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz entstand aus der Erfahrung von Krieg, Faschismus und totaler Mobilisierung der Gesellschaft für militärische Zwecke und Krieg. „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ war nicht nur eine Parole der Arbeiter*innenbewegung, sondern auch der politische Horizont, aus dem die Nachkriegsordnung hervorging.

Heute scheint dieser historische antifaschistische Konsens beschleunigt zu bröckeln. Unter dem Druck geopolitischer Konflikte und wirtschaftlicher Konkurrenz wird Aufrüstung und Kriegsvorbereitung erneut zu einer selbstverständlichen Option staatlicher Politik und industriepolitischer Perspektive.

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück zeigt, wie konkret diese Entwicklung wird, wenn sie in der industriellen Realität ankommt.

Die Frage lautet dann nicht mehr nur, ob ein einzelnes Werk militärische Fahrzeuge baut. Sie lautet, welche Rolle Industrie, Gewerkschaften und Politik in einer Gesellschaft spielen wollen, die sich zunehmend auf die Durchsetzung nationaler Interessen durch militärische Macht und Gewalt vorbereitet – jenseits des nach wie vor gültigen Völkerrechts.

Der Konflikt um das VW-Werk Osnabrück ist deshalb mehr als ein Streit um Produktionslinien. Er ist eine Entscheidung darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.

Sagt NEIN! zu Krieg, Militarismus und Burgfrieden!
Nicht aus moralischer Überlegenheit, sondern aus politischer Verantwortung.
Für eine nachhaltige sozial ökologische Konversion der Industriegesellschaft und den Kampf für eine lebenswerte Welt für AllE – heute und in Zukunft.

 

Anmerkungen:

[1] „Lässt VW das Werk Osnabrück fallen? Irritation über Marken-Vorstand“; Neue Osnabrücker Zeitung, 2025; https://kurzlinks.de/0r6d

[2] „Zukunftswerk Osnabrück kritisiert Umdeutung von Pazifismus, Frieden, Resilienz und Gewerkschaftsauftrag durch IG-Metall-Bevollmächtigten“. Forum Zukunftswerk Osnabrück; https://kurzlinks.de/xpik

[3] „Betriebsratsvorsitzende auf Abwegen“; Stephan Krull;  https://kurzlinks.de/59jv

[4] „Panzer statt Busse? Heuchlerische Grüße aus Krähwinkel an der Hase“; Forum Zukunftswerk Osnabrück https://kurzlinks.de/v8uz

[5] „Anspannung bei VW-Mitarbeitern in Osnabrück wächst“;  Neue Osnabrücker Zeitung; https://kurzlinks.de/wpqj

[6] „VW Osnabrück: Rheinmetall-Auftrag für Lkw-Fahrerkabinen vom Tisch“; Neue Osnabrücker Zeitunghttps://kurzlinks.de/hhbh

[7] „VW-Zukunft in Osnabrück: Gespräche mit Rüstungsindustrie laufen“; Tagesschau.de; https://kurzlinks.de/30ab

[8] „Kriegswirtschaft in Deutschland und Europa“; IMI-Analyse, 2.12.2025; https://kurzlinks.de/2ae6

[9] „Kamikazedrohnen für die Bundeswehr – Drohnendealer machen Kasse“; junge Welt, https://kurzlinks.de/m3ty

[10] „Drohnforschung: Dual-Use in der Luft“; junge Welt, https://kurzlinks.de/ihlb; „Deutz prüft Einstieg ins Militärgeschäft mit Drohnenmotoren“; Tagesschau.de https://kurzlinks.de/j6ml; „Nach Rheinmetall, Renk und Hensoldt: Deutz will Rüstungsbranche aufmischen – Pläne konkretisiert“;
Der Aktionär; https://kurzlinks.de/7zuk

[11] Krull, Stephan; „Volkswagen in Osnabrück – Konversion falsch herum“; stephankrull.info, 19.11.2025; https://kurzlinks.de/wc8p

[12] S. Fn. v

[13] „Enforce Tac: Volkswagen und das Militärgeschäft“; Defence Network Enforce Tac: Volkswagen steigt ins Militärgeschäft ein; „Volkswagen und Militärfahrzeuge: Strategie auf der Rüstungsmesse“; Industriemagazin; https://kurzlinks.de/znc2

[14] „VW zeigt MV-1 und MV-2: geheime Militär-Entwicklung für Amarok und Crafter“; auto motor und sport;  https://kurzlinks.de/tzl1

[15] Mit Toyota-Krieg wird der 1987 im Norden des Tschad an der tschadisch-libyschen Grenze ausgefochtene Krieg – insbesondere um den Aouzou-Streifen – bezeichnet. Er bildete die letzte Phase des tschadisch-libyschen Grenzkonflikts. Seinen Namen erhielt er von den Toyota-Pickups (vor allem Toyota Hilux und Toyota Land Cruiser), die den tschadischen Truppen im Kampf gegen die Libyer einen nennenswerten Mobilitätsvorteil verschafften. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Toyota-Krieg

[16] „Der Toyota Hilux ist die unterschätzteste Kriegswaffe“; Welt, 2014; https://kurzlinks.de/ms7v

[17] „Verteidigung: Moritz Schularick fordert Drohnen statt Panzern und wirbt für atomare Aufrüstung“; Der Spiegel, Wirtschaft; https://kurzlinks.de/z5b1

[18] Bode, Thilo (Redaktion Kontext); „Der geliebte Nazi-Tüftler“; Kontext: Wochenzeitung, 2017; https://kurzlinks.de/4vj6

[19] Volkswagen AG: „1937 bis 1945 – Unternehmensgründung und Einbindung in die Kriegswirtschaft“   Volkswagen Group – Unternehmenschronik; https://kurzlinks.de/r93k

[20] Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): „Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks“; bpb – Erinnerungsorte des Holocaust; https://kurzlinks.de/kf2z

[21] Krull, Stephan: „Schlechte Tradition bei Volkswagen: Rüstungsproduktion und Rüstungsexport“.
stephankrull.info, 14.05.2019; https://kurzlinks.de/0n8q

[22] Ders.: „Porsche-Piëch-Clan – zurück zu den kriegerischen Wurzeln“; stephankrull.info, 13.08.2025; https://kurzlinks.de/cgbq

[23]  „Nationale Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie“; Berlin, 2024; https://kurzlinks.de/iet7

[24] European Parliament Research Service (EPRS): „European Defence Industrial Strategy“;
European Parliament Briefing, 2025; https://kurzlinks.de/d52q

[25] Buderus, Andreas: „Zur Kritik der politischen Ökonomie der Kriegsvorbereitung: Sicherheit organisieren heißt Krieg produzieren“; gewerkschaftsforum.de;  https://kurzlinks.de/r330

[26] „Staat zahlt vorab: Steuermillionen für Rüstungs-Start-ups“; Perspektive Online, 04.08.2025.; https://kurzlinks.de/dsgt

[27] „Global Tipping Points Report: Erster Klimakipppunkt erreicht“; Deutschlandfunk, 13.10.2025 ; https://kurzlinks.de/oads; „Sind die UN-Nachhaltigkeitsziele noch erreichbar?“; Deutschlandfunk, 19.09.2023 ; https://kurzlinks.de/2iyr

[28] „Alles für die Bundeswehr – das Aufrüstungsprogramm der Regierung Merz“; arbeiterinnenmacht.de, 17.07.2025; https://kurzlinks.de/28qh

[29] Buderus, Andreas: „Konversion pervers“; SoZ – Sozialistische Zeitung, 2025;
https://www.sozonline.de/2025/05/konversion-pervers/

[30] „Rüstungs-Keynesianismus – Die Zeitenwende“.
Future Vibes (Substack);  https://kurzlinks.de/x0w7

[31]  Krebs, Tom; Kaczmarczyk, Patrick: „Rüstung ohne Rendite: Warum der wirtschaftliche Effekt ausbleibt“; Universität Mannheim – Pressemitteilung, 30.06.2025; https://kurzlinks.de/dzwx

[32] „Osnabrücks Zeitenwende“; tumulte.org, 2026; https://kurzlinks.de/colh

[33] Krull, Stephan: „Volkswagen-Betriebsratsvorsitzende auf Abwegen“; stephankrull.info, 07.03.2026; https://kurzlinks.de/mokp

[34] Ders.: „Panzer statt Porsche – Ein Nein genügt nicht“; stephankrull.info, 09.09.2025.
https://kurzlinks.de/sd20 ; „VW-Werk Osnabrück vor der Entscheidung: Panzer oder Kleinbus“.
stephankrull.info, 10.08.2025; https://kurzlinks.de/lgn3

[35] Ders.: „Autoindustrie: Kein Grund zu jammern“; stephankrull.info, 13.03.2026; https://kurzlinks.de/wc8p

[36] VW-Gesetz; https://de.wikipedia.org/wiki/VW-Gesetz ; „Niedersachsens goldene Aktie wird für VW zur Gefahr, weil die Kompetenz fehlt“; Focus Online, 18.09.2024. ; https://kurzlinks.de/anad

[37] „Ministerpräsident Lies will weiteren Rüstungsauftrag für Niedersachsen“; NDR; https://kurzlinks.de/jh14

[38] SagtNein!: „Verkehrte Fronten – Selbstaufgabe ist keine emanzipatorische antimilitaristische  Perspektive“. Forum Zukunftswerk Osnabrück, 20.12.2025 ; https://kurzlinks.de/g5fv

[39] Zukunftswerk Osnabrück (Forum): „Zukunft für VW-Werk Osnabrück – schon festgelegt auf reine Waffenschmiede?“; https://kurzlinks.de/x06n

[40] Kütt, Moritz; Mengelkamp, Lukas; Wagner, Jürgen: „Stationierung ab 2026? Ein Forum zur Bedeutung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland“; Wissenschaft & Frieden, 2024. ; https://kurzlinks.de/vu79

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Der Autor:

Andreas Buderus ist Gewerkschaftsaktivist und Mitinitiator der gewerkschaftlichen Basisinitiative ´SAGT NEIN! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden´