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Kritikverbot – in Namen des Antisemitismus

Von Johannes Schillo

Ob Gil Ofarim beim Hotel-Besuch, ob studentische Initiativen zur Palästinasolidarität – in Deutschland herrscht seit einigen Jahren höchste Sensibilität für antisemitische Vorfälle. Ein Lehrstück in Sachen Obrigkeitsstaat konstatieren hier kritische Analysen.

Wer hätte das gedacht. In der BRD, wo zu Adenauers Zeiten Hakenkreuzschmierereien an Synagogen noch als „Flegeleien“ von „Lümmeln“ durchgingen, also als Tat von Lausbuben, denen der Kanzler eine „Tracht Prügel“ verordnen wollte, herrscht heutzutage höchste Sensibilität, wenn ein kritisches Wort fällt – nein, nicht über „die“ Juden, sondern – über den israelischen Staat bzw. dessen aktuelle Politik. Oder wenn die Opfer beklagt werden, die diese produziert. Dann greift unter Umständen blitzschnell eine mediale Zensur, wenn nicht sogar juristische Maßnahmen gegen Terror-Unterstützer ergriffen werden. Dann müssen sich Pädagogen und Medienschaffende ins Zeug legen, und die Bildungsministerin baut gleich die Struktur ihrer Antiextremismusprogramme so um, dass gezielt „linker“ und „islamischer Antisemitismus“ ins Visier genommen werden. Kritikverbot – in Namen des Antisemitismus weiterlesen