Das ND (Neues Deutschland) informiert uns schon einige Wochen vor Beendigung der BR-Wahlen mit vorläufigen Ergebnissen derselben:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199327.mitbestimmung-ig-metall-bleibt-bei-betriebsratswahlen-im-osten-dominant.html
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196845.betriebsratswahlen-rechte-gewerkschaften-der-hauptfeind-ist-die-ig-metall.html
Wir erfahren ein positives Ergebnis für die IG Metall. Na, dann ist die Welt wieder in Ordnung für die Spitze und für Gremien der IG Metall! Man freut sich, man hat nicht verloren gegen AfD-nahe Listen sondern sogar noch leicht dazugewonnen. Vor vier Jahren entfielen bei den Betriebsratswahlen 76 Prozent der Mandate an IGM-Mitglieder, dieses Jahr 77 Prozent. Und das, obwohl sich die soziale Lage in Gesellschaft und in den Betrieben weiter verschlechtert hat. Und obwohl die AfD bei Bundestags- und Landtagswahlen sich mit Abstand als stärkste „Arbeiterpartei“ erweist.
Woher also diese widersprüchliche Tendenz? Vielleicht haben die KollegInnen einen Instinkt dafür, womit sie am besten bei Ereignissen wie Wahlen Aufmerksamkeit erregen können. Bei Parlamentswahlen durch die Stimmabgabe für die AfD. Bei Betriebsratswahlen sehen sie hingegen weniger einen positiven Effekt für die Abgabe der Stimmen für eine AfD-nahe Liste. In der Erfahrung, daß sich die Praxis der IG Metall-Vertreter in den Betriebsräten nicht wesentlich unterscheidet von denen wie vom Zentrum (früher Zentrum Automobil). Beide sind für Standortpolitik und Sozialpartnerschaft.
Für die Gremien der IGM dürften die Ergebnisse der BR-Wahlen eine Bestätigung sein, dem gemeinsamen Kurs der Rüstungskonversion (Panzer statt Autos) mit Konzernen und Regierung weiter zu folgen. Nach den BR-Wahlen: Setzt die IG Metall weiter auf Sozialpartnerschaft mit Kapital und Staat? weiterlesen
