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Kriegswirtschaft und Militärstaat – TEIL 1 – Zur Kritik der Politischen Ökonomie der Kriege

Von Rudolph Bauer

Die Politische Ökonomie untersucht die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Politik, zwischen ökonomischen Produktionsverhältnissen und politischer Macht. Sie analysiert im Anschluss an die »Kritik der politischen Ökonomie« von Karl Marx1 die krisenhaften Auswirkungen der kapitalistischen Ökonomie, und dass diese aus Sicht des Kapitals – und gegen die Interessen der Bevölkerung – ein staatliches Handeln erforderlich machen, das in letzter Konsequenz Krieg bedeutet.

Das krisenbedingte staatliche Handeln zeigt sich zunächst im Rahmen der Militarisierung der Gesellschaft, ferner im Übergang der Wirtschaft zur Kriegsökonomie sowie in der allmählichen Transformation des Staates zum Polizei- und Militärstaat – von Olaf Scholz zur Zeit seiner Kanzlerschaft als »Zeitenwende« apostrophiert. Kriegswirtschaft und Militärstaat enden im Kriegsgeschehen, das kriegerische Zerstörungen und unmenschliche Konsequenzen zur Folge hat: Tote, Verletzte und Traumatisierte, Vertriebene und Flüchtlinge.

Als strukturelle, systembedingte Kriegsursachen benennt die Kritik der Politischen Ökonomie die realökonomischen und Finanzkrisen der kapitalistischen Profit- und Spekulationswirtschaft. Dieser Beitrag analysiert das Bündel an Ursachen der Kriege aus unterschiedlicher Sicht. Kriegswirtschaft und Militärstaat – TEIL 1 – Zur Kritik der Politischen Ökonomie der Kriege weiterlesen