Die Berichterstattung der Leitmedien in Rundfunk, Fernsehen und Tageszeitungen zeigt spätestens seit der „Coronazeit“, dass viele Medienanbieter weder ihren eigenen, noch den internationalen Regeln gerecht werden. In der aktuellen Berichterstattung über die zahlreichen Kriege und Krisen hat man den Eindruck, dass die deutschsprachigen Medien oft nicht Informationen liefern, sondern eher zum Lautsprecher von bestimmten Interessen werden. Mehr noch, die Redaktionsstuben beziehen sich in ihren Berichten und Kommentaren immer mehr auf die Staatsräson, die nationalen Leitziele und die Regierungserklärungen als Beurteilungsmaßstab.
Kritik an der realen politischen Arbeit der Regierenden wird schnell zur nicht hinnehmbaren Störung des Durchregierens. Da ist kein Platz mehr, um internationale Quellen zu nutzen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, gegenteilige Meinungen und verschiedene Analysten zu Wort kommenzulassen. Es ist zur Regel geworden, kritische Fragen auszusparen und auf investigativen Journalismus zu verzichten.
Ohne Not werden die journalistischen Prinzipien wie „erst die Information, dann die Meinung“, „Verpflichtung zur Überprüfung von Quellen“ und die „Grundsätze der Objektivität, Unparteilichkeit und Ausgewogenheit“ massiv verletzt und im vorauseilenden Gehorsam der Trend zum Obrigkeitsstaat, der heute schon vernichtende und menschenverachtende Sanktionen gegenüber Kritikern in den Medien ausgesprochen hat, gewollt oder ungewollt begleitet.
Es ist an der Zeit sich die Regeln für die journalistische Berichterstattung in Deutschland noch einmal anzuschauen, z. B. den „Pressecodex“, die „W-Fragen des Journalismus“ und die „Hefte zur Medienpolitik der Bundeszentrale für politische Bildung“. Über die Regeln für die journalistische Berichterstattung in Deutschland weiterlesen