Mit der Revolution von 1959 konnte sich Kuba vom Neokolonialismus befreien und zahlreiche fortschrittliche Reformen durchsetzen. Seit jeher ist das Land ein Brennpunkt imperialistischer Machtkämpfe – und die Errungenschaften sind aktuell gefährdeter als je zuvor. Lukas Mainzer zeichnet die Geschichte der kubanischen Revolution und ihrer Entwicklung bis heute nach.
Von Lukas Mainzer
Der karibische Inselstaat Kuba ist in einer existenziellen Krise. Aktuell kommt es zu immer weitreichenderen Blackouts in der Stromversorgung. Während in den vergangenen Jahren der Strom zeitweise gezielt abgeschaltet wurde, gibt es nun immer wieder totale landesweite Stromausfälle. Der kubanische Energieminister Vicente de la O Levy erklärte Mitte Mai: „Wir haben absolut kein Heizöl und absolut keinen Diesel mehr.“
Die Stromerzeugung Kubas beruht zu überwiegenden Teilen auf Kraftwerken, die mit den fossilen Energieträgern Öl und Gas betrieben werden. Da es auf Kuba kaum eigene Rohstoffe gibt, ist das Land auf Importe angewiesen. Doch diese Importe sind mittlerweile fast komplett weggebrochen. Besonders seit dem US-Angriff auf Venezuela im Januar 2026 ist dem kubanischen Staat der wichtigste Öllieferant verloren gegangen.
Hauptgrund dafür sind zweifelsohne die Blockaden und Sanktionen der USA gegenüber Kuba.
Gegen Kuba besteht seit den 1960er Jahren ein Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargo seitens der USA. Damit ist sie mit über 60 Jahren die am längsten andauernde Totalblockade der modernen Geschichte. Kubas Revolution von 1959 bis heute: Über bedeutende Errungenschaften und existenzielle Bedrohungen weiterlesen