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Europas Stahlindustrie vergesellschaften

Die Stahlkrise offenbart die Grenzen der Profitorientierung – und liefert Argumente für die Überführung der Stahlproduktion in öffentliches Eigentum

Von Alexandra Gerasimcikova

Der europäische Stahlsektor ist in der Krise. Auf den ersten Blick scheinen die hohen Energiepreise auf dem Kontinent, die nun durch den Irankrieg weiter steigen, dafür verantwortlich zu sein. Die eigentliche Problematik liegt jedoch woanders: Die Branche läuft Gefahr, immer geringere Gewinne an Unternehmensleitungen und Shareholder auszuschütten. Inmitten dieser Schwierigkeiten bietet sich für die Linke die Chance, starke Argumente für eine Vergesellschaftung der Stahlindustrie und für eine umfassendere Reform der europäischen Energiemärkte vorzubringen.

Da die Gaspreise in Europa infolge des illegalen Krieges der USA und Israels gegen den Iran bereits um 70 Prozent in die Höhe geschossen sind, befindet sich die energieintensive Industrie des Kontinents derzeit erneut in Alarmbereitschaft. Die Stahlindustrie bildet keine Ausnahme. Dabei wird der Druck noch verstärkt, den günstige Importe und die weltweite Überproduktion ohnehin bereits ausüben, was in der Branche als „existenzielle Bedrohung der europäischen Stahlindustrie“ bezeichnet wird.

Doch die Krise der EU reicht noch viel tiefer. Europas Stahlindustrie vergesellschaften weiterlesen