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Jeder sechste Mensch im Rentenbezug ist von Armut bedroht – die Überschuldung nimmt zu

Kleine Renten sind das Resultat von schlecht bezahlter Arbeit, Arbeitslosigkeit, Krankheiten, aber auch von Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen. Alte Menschen, die nach ihrem Erwerbsleben arm sind, haben damit meistens bis zum Ende ihres Lebens zu kämpfen. Aus eigener Kraft können sie im Rentenalter der Armut kaum entkommen. Die wenigsten können dazuverdienen, um ein gutes Alterseinkommen zu erreichen. Altersarmut ist für den Einzelnen fast immer ein dauerhaftes Problem. Von Altersarmut betroffen sind vor allem alleinstehende Frauen, langzeitarbeitslose Personen und Menschen ohne Berufsausbildung. Jeder sechste Mensch im Rentenbezug ist von Armut bedroht – die Überschuldung nimmt zu weiterlesen

Verdeckte Altersarmut: rund 60 Prozent der Personen in Privathaushalten, denen die Grundsicherung zustünde, nehmen diese nicht in Anspruch

Bei der derzeitigen Diskussion um die Grundrente wird für viele Menschen erstmals das Ausmaß von Altersarmut deutlich. Dabei wird die Armut im Alter häufig daran gemessen, wie viele alte Menschen tatsächlich Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Anspruch nehmen.

In dieser Betrachtung bleiben diejenigen Personen unberücksichtigt, denen Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) – XII zustünde, die aber, sei es aus Unwissen, Scham oder einem anderen Grund diese nicht in Anspruch nehmen. Grundsicherung im Alter wird von rund 60 Prozent der Anspruchsberechtigten – hochgerechnet sind das etwa 625.000 Privathaushalte – nicht in Anspruch genommen. Bei voller Inanspruchnahme würde das verfügbare Einkommen dieser Haushalte, die Grundsicherung aktuell nicht beziehen, aber beziehen könnten, um rund 30 Prozent steigen.

Ist die Grundsicherungsquote niedrig und gleichzeitig die Anzahl der älteren Menschen hoch, die Grundsicherungsleistungen nicht beanspruchen, ist die Altersvorsorgepolitik nur scheinbar erfolgreich. Das Gleiche gilt für die derzeit auf den Weg gebrachten Reformen zur Bekämpfung von Altersarmut. Wenn ein erheblicher Teil der für den Bezug von Grundsicherung berechtigten Menschen diese nicht in Anspruch nimmt, dann hat eine Ausweitung der Grundsicherungsleistung nur einen geringen Effekt auf deren finanzielle Lage. Verdeckte Altersarmut: rund 60 Prozent der Personen in Privathaushalten, denen die Grundsicherung zustünde, nehmen diese nicht in Anspruch weiterlesen

Der DGB-Rentenreport schlägt Alarm – die Altersarmut steigt weiter an

Rentnerin 2Der DGB in Nordrhein-Westfalen prognostiziert, dass für die künftigen Rentner die Renten sinken werden und die Altersarmut weiter ansteigt. Während 1990 die Rentner noch 50,2 Prozent ihres durchschnittlichen Einkommens erhielten, sind es 2014 nur noch 45 Prozent ihres Erwerbseinkommens.

Die Rente der Dortmunder Rentner ist von 2003 bis 2013 schon von durchschnittlich 1.007,71 Euro auf 946,47 Euro gesunken, für die Rentnerinnen in Dortmund hat sich deren Rente in den letzten 10 Jahren von 408,50 Euro auf extrem niedrigen Niveau von 479,97 Euro geringfügig erhöht.

Der DGB befürchtet, dass zukünftig auch Durchschnittsverdiener immer größere Probleme haben, nach Renteneintritt ihren Lebensstandard auch nur annähernd aufrecht zu erhalten. Wenn in Nordrhein-Westfalen kein massives Rentenproblem entstehen soll, muss unverzüglich gehandelt werden. Der DGB-Rentenreport schlägt Alarm – die Altersarmut steigt weiter an weiterlesen